Die Geschichte der Velorouten
Wie ist die Velorouteninitiative entstanden und gewachsen? Was waren die Herausforderungen und Fragestellungen auf dem langen Planungsweg? Ein Überblick der wichtigsten Etappen und Meilensteine seit 2012:
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2025
Die Städte und Gemeinden der Region treiben ihr rund 266 km langes Veloroutennetz ambitioniert voran. Über 24 km sind bereits fertig, für mehr als die Hälfte laufen konkrete Ausbauplanungen. Für die Radfahrenden noch viel wichtiger ist, dass das Veloroutennetz auch heute schon, mit wenigen Ausnahmen, genutzt werden kann und auch zunehmend befahren wird. Das Veloroutennetz ist damit ein schon heute nutzbares „Vorrangnetz“ und ein wesentliches Rückgrat für die Radfahrenden in der Stadtregion Münster. Darüber sind sich die Bürgermeister der stadtregionalen Kommunen einig. Das Veloroutennetz soll daher insgesamt in den Vordergrund gestellt und sichtbar gemacht werden.
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2024
Die Veloroute Ascheberg–Münster ist die erste Strecke in der Stadtregion mit speziellen Bodenmarkierungen im Velorouten-Design. Zwischen Ascheberg und Davensberg wurden erstmals Logos auf den Asphalt aufgebracht, die den Radweg klar als Veloroute kennzeichnen. Die Markierungen sollen der besseren Orientierung dienen und werden künftig an Anfang und Ende fertiger Abschnitte angebracht. Weitere Umsetzungen, etwa in Telgte und Münster, sind geplant.
Die Gemeinde bewertet die sichtbare Kennzeichnung als wichtigen Schritt, um Attraktivität, Komfort und Sicherheit des Radverkehrs weiter zu stärken. -
2023
Anlässlich der Europäischen Mobilitätswoche (EMW) wurden drei Kurzvideos fertiggestellt und der Öffentlichkeit vorgestellt. Die Produktionen greifen das Thema nachhaltige Mobilität auf und rücken insbesondere die Velorouten als alltagstaugliche Alternative zum motorisierten Individualverkehr in den Fokus.
Mit einem humorvollen Ansatz zeigen sie typische Probleme des Autofahrens und heben die Vorteile des Radverkehrs hervor. Unter dem Motto „Fahrradfahrer fahren besser“ wird dazu motiviert, das Fahrrad auch für längere Strecken im Alltag zu nutzen.
Die Veröffentlichung zum Start der EMW soll das Bewusstsein für umweltfreundliche Mobilität stärken und die Nutzung von Velorouten fördern. -
2022
Am 15. Dezember wurde die Veloroute Telgte–Münster bei einer öffentlichen Radtour offiziell freigegeben. Zahlreiche Radfahrende nutzten die Gelegenheit, die neu ausgebauten Abschnitte der rund 13,7 Kilometer langen Strecke zu befahren. Mit dem Startschuss am Bahnhof in Telgte durch Vertreterinnen und Vertreter der beteiligten Kommunen wurde ein wichtiger Meilenstein erreicht: Ein großer Teil der Veloroute ist inzwischen fertiggestellt. Durch die verbesserte Infrastruktur entsteht eine alltagstaugliche Verbindung zwischen Telgte und Münster, die Pendlerinnen und Pendlern sowie Freizeitradfahrenden eine attraktive Alternative zum Auto bietet.
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2021
Das Münsterland gilt als führende Fahrradregion in NRW, in der Radfahren fest zur Alltagsmobilität gehört. Mit dem wachsenden Einsatz von E-Bikes sollen auch längere Strecken als Alternative zum Auto attraktiver werden. Die Münsterlandkreise und die Stadt Münster fordern daher in einem gemeinsamen Positionspapier den Ausbau von Velorouten und moderner Radinfrastruktur. Darin sprechen sich die vier Landräte der Münsterlandkreise und der Oberbürgermeister der Stadt Münster für einen Schulterschluss zwischen Stadt und Land aus und begrüßen die Initiativen des Landes NRW den Radverkehr zu stärken. Dazu gehört das im November vom Landtag beschlossene Fahrrad- und Nahmobilitätsgesetz NRW mit einem landesweiten Radvorrangnetz. Besonders entlang von Bundes- und Landesstraßen soll der Radwegebau stärker vorangetrieben werden, um Pendelverbindungen zu verbessern und mehr Menschen zum Umstieg aufs Rad zu bewegen.
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2020
Webseite und Logo setzten die Marke Velorouten in Szene
Die Webseite veloregion.de schafft Überblick über Verlauf, aktuelle Sachstände und Grundlagen zu den Velorouten. Sie ist ein stadtregionales Gemeinschaftswerk der 12 Kommunen, der drei Kreise Coesfeld, Steinfurt und Warendorf und des Landesbetriebs Straßen.NRW. Ab Oktober 2020 gibt es auch ein attraktives vielfältig einsetzbares Velorouten-Logo.
© Stadt Münster -
2020
Die Umsetzung der Velorouten mit 16 beteiligten Planungs- und Baulastträgern gelingt vor allem durch klare gemeinsame Standards und enge Abstimmung. Mit der Verständigung auf einen Standardkatalog ist hierfür eine wesentliche Grundlage geschaffen worden. Für die Realisierung dieser Standards an Landes- und Bundesstraßen sind gesonderte Genehmigungen des Verkehrsministeriums Nordrhein-Westfalen erforderlich. Wesentlich für die Zusammenarbeit ist eine klare Regelung der Übergabepunkte zwischen den einzelnen Routen. Abstimmungsbedarfe vor Ort sind dabei im Dialog der Planungs- und Baulastträger zu klären. Auch für den Betrieb – etwa Unterhaltung, Reinigung und Winterdienst – sind gemeinsame Vereinbarungen notwendig, um eine durchgehend hohe Qualität der Routen sicherzustellen.
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2019
Dialogorientierte Planungsprozesse werden angestoßen
Die Einführung der Velorouten führt zu einem höheren Stellenwert des Fahrrads im Verkehrsraum. Der konkrete Verlauf und die Gestaltung der insgesamt mehr als 200 Kilometer Velorouten wird in Planungsprozessen unter Beteiligung der Stadtgesellschaften und Anwohnerschaften ermittelt. Allein in Münster sind bis August 2020 sechs dialogorientierte Planungsprozesse angestoßen worden.
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2019
Bürgermeisterrunde schickt alle 14 Routen gleichzeitig in die Entwicklung
Eine Ertüchtigung Route für Route nacheinander wäre sehr zeitintensiv und würde den aktuellen Handlungserfordernissen nicht genügen. Insofern hat die Bürgermeisterrunde Anfang 2019 entschieden, alle 14 Velorouten gleichzeitig in die laufende Entwicklungsarbeit einzubeziehen. Die Prämisse ist: Jede noch so kleine oder große Verbesserung auf einer künftigen Velorouten auf der Basis einer zusammenhängenden Planung ist ein Gewinn für die Velorouten-Nutzer.
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2018
Gemeinsame Standards für eine einheitliche Gestaltung werden gesetzt
Da für die Velorouten als Radvorrangrouten keine allgemeingültigen Normen existieren, musste zunächst ein gemeinsamer Standard mit allen relevanten Partnern (12 Kommunen, 3 Kreise, Straßen.NRW, Bezirksregierung Münster und Verkehrsministerium Nordrhein-Westfalen) in der stadtregionalen Arbeitsgemeinschaft Velorouten definiert werden. In einem intensiven Arbeitsprozess ist ein ausführlicher Standardkatalog für die Planung, den Bau und den Betrieb der Velorouten erarbeitet worden. Dieser Katalog (Stand März 2019) fungiert nunmehr als Grundlage bei allen Planungsaufträgen zu den Velorouten.
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2017
Stadtregion nimmt erfolgreich am Wettbewerb StadtUmland.NRW teil
Die Stadtregion hat mit ihrer Teilnahme am Wettbewerb StadtUmland.NRW einen interkommunalen Diskussions- und Verständigungsprozess initiiert. Mit dem Wettbewerbsbeitrag wurde die hohe Bedeutung der Velorouten für eine nachhaltige Stadtentwicklung und für eine umweltfreundliche Mobilitätsentwicklung nachgewiesen. Der Verlauf der Velorouten und ihre Entwicklung sind zwingend unter Einbeziehung aller Daseinsgrundfunktionen zu konfigurieren. Hier würde ich den Kartenausschnitt “Räumliches Entwicklungsmodell” einfügen. Allein die integrierte Betrachtung von Mobilität und Wohnen im Wettbewerbsbeitrag haben überzeugende Zukunftsbilder für die Stadtregion eröffnet: Eine konsequent am Umweltverbund orientierte Bauland- und Siedlungsentwicklung, ihre bedarfs- und marktgerechte Konfiguration sowie zeitgemäße Wohn- und Ortsteilkonzepte (Dichte, soziale Mischung, geförderter Wohnungsbau, anspruchsvolle Architektur) können für große Teile der stadtregionalen Bevölkerung zu äußerst niedrigschwelligen Zugängen in das Alltagsradwegenetz führen. So werden Voraussetzungen für umfangreiche zusätzliche Präferenzen zur Nutzung des Fahrrades geschaffen.
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2017
Gemeinsames Leitbild von allen Planungs- und Baulastträgern entwickelt
Die Entwicklung und Planung der Velorouten erfordert einen Zielrahmen, der von allen Planungs- und Baulastträgern getragen wird. Hierfür ist 2017 gemeinsam das Leitbild „Mobilität im stadtregionalen Umweltverbund“ mit fünf Hauptzielen, 13 Handlungszielen und zahlreichen Handlungsansätzen erarbeitet worden. Die Korridore und der konkrete Verlauf des Hauptnetzes bieten sich in besonderer Weise an, neben den Haltepunkten von Schiene und Bus, als wesentliche Prämissen in der Raumentwicklung aufgefasst zu werden.
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2017
Stadtregion entwickelt einen Markenkern für die Velorouten
Vitalisierend, zeitsparend und durchgängig komfortabel: 2017 wurde in Zusammenarbeit mit allen Planungsträgern der wesentliche Markenkern der Velorouten entwickelt.
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2016
Politische Gremien aller Kommunen stimmen den Entwicklungszielen zu
Das Konzept und die Eckpunkte des neuen Radwegeformats wurden 2016 in den Räten aller stadtregionalen Kommunen befürwortet und beschlossen.
Die 14 Velorouten sind damit als stadtregionale Entwicklungsziele vereinbart worden. Als längerfristiges Ziel ist gleichsam in jeder Kommune ein Netz mit Zubringer- und Tangentialverbindungen beschlossen worden, sodass letztlich ein schlüssiges Hauptalltagsradwegenetz über 12 Gemeinden konfiguriert wurde. Die Verwaltungen wurden zudem mit der Planung und Ertüchtigung der Velorouten und der Verbindungen beauftragt.
Hier finden Sie Hintergrundinformationen zu der Implementierung stadtregionaler Velorouten in der Stadtregion Münster.
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2015
Stadtregion konzipiert neues Radwegeformat „Velorouten“
Die Stadtregion hat 2015 die Empfehlungen der münsterlandweiten Arbeitsgruppe aufgegriffen und die stadtregionale Veloroutenkonzeption als hierarchisches Alltagsradwegenetz entwickelt. Grundlage waren konkrete Vorstellungen zu einem neuen Radwegeformat „Velorouten“ unterhalb der Radschnellwege.
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2013
Stadtregion trifft Auswahl möglicher Verbindungen
Unter 30 untersuchten Verbindungen fokussierten sich die Überlegungen Anfang 2014 auf knapp die Hälfte der Verbindungen mit besonders hohem Entwicklungspotenzial. Ihr Ausbau als kreuzungsfreie Radschnellwege wurde einhellig und insbesondere mit Blick auf den Aufwand und die Kosten als nicht gerechtfertigt und nicht umsetzbar beurteilt. Gleichzeitig war unstrittig, dass die vorhandenen Verbindungen einer Ertüchtigung bedürfen.
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2013
Münsterlandweite Arbeitsgruppe formuliert Ziele zur Radverkehrsförderung
„Mobilität im ländlichen Raum“ war das Thema der Münsterlandkonferenz im Juli 2013. Die Arbeitsergebnisse der daraufhin eingerichteten münsterlandweiten Arbeitsgruppe (unter der Federführung der damaligen Regierungsvizepräsidentin Dorothee Feller) sind in dem gleichnamigen Bericht im Oktober 2014 veröffentlicht worden. Einen Schwerpunkt bilden die Empfehlungen zur Radverkehrsförderung mit dem Ziel, ein hierarchisch gestuftes Netz im Münsterland aufzubauen. Der seinerzeit dazu bereits laufende teilräumliche Ansatz der Stadtregion Münster wurde in diesem Kontext als gutes Beispiel gewertet.
Den Endbericht zur "Mobilität im ländlichen Raum" können Sie hier als PDF runterladen.
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2012
Bürgermeisterrunde der Stadtregion Münster sieht Wachstumspotentiale
Die Bürgermeisterrunde der Stadtregion Münster hatte bereits im März 2012 erhebliche Wachstumspotenziale im Alltagsradverkehr auf den interkommunalen Radwegeverbindungen zwischen Münster und dem Umland gesehen. Die Runde stellte sich die Frage, wie eine verstärkte Fahrradnutzung, insbesondere bei Distanzen zwischen 5 und 20 km, unterstützt werden könne. Daraufhin plädierte sie für eine umfassende Bewertung möglicher Verbindungen insbesondere hinsichtlich möglicher Potenziale und etwaiger Handlungsbedarfe.